{"id":3730,"date":"2024-02-13T11:24:43","date_gmt":"2024-02-13T10:24:43","guid":{"rendered":"https:\/\/ide.de\/?p=3730"},"modified":"2024-11-07T20:51:34","modified_gmt":"2024-11-07T19:51:34","slug":"as-a-diver-you-buy-a-piece-of-independence-when-you-buy-a-mobile-breathing-air-compressor-we-tested-the-nautic-pro-150-model-from-ide-tf-alexander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/en\/uncategorized\/ein-stueck-unabhaengigkeit-erkauft-man-sich-als-taucher-wenn-man-sich-einen-mobilen-atemluftkompressor-zulegt-wir-haben-das-modell-nautic-pro-150-von-ide-getestet-t-f-alexander\/","title":{"rendered":"Test report of the magazine \"Tauchen\" issue 03 2024 - A PIECE OF INDEPENDENCE..."},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2026 erkauft man sich als Taucher, wenn man sich einen mobilen Atemluftkompressor zulegt. Wir haben das Modell NAUTIC PRO 150 von IDE getestet.<\/p>\n<p>Mein ganz pers\u00f6nlicher Traum war es schon immer, jederzeit unabh\u00e4ngig von den Laden\u00f6ffnungszeiten meiner Tauch- oder Kompressorbude meine beiden \u00bb12er\u00ab f\u00fcllen, leeren und wieder f\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Einfach das gesamte Ger\u00f6del in meinen Bulli laden und losd\u00fcsen \u2013 die Tankstelle f\u00fcr die Tanks mit im Gep\u00e4ck. Diesen Traum durfte ich mir nun erf\u00fcllen. Leider aber nur f\u00fcr etwa zwei Monate und damit verbundene zw\u00f6lf Tauchg\u00e4nge\/doppelte Flaschenf\u00fcllungen. Vorweg: Der Kompressor landete leider nach dem Test wieder beim Hersteller. Naja, nicht ganz. Ein Bekannter hat eine Firma f\u00fcr Unterwasser-Arbeiten und hat sich den Test- Kompressor anschlie\u00dfend gekauft. Warum? Einerseits weil er ein neues, mobiles Ger\u00e4t brauchte. Und weil auch er den \u00bbNautic Pro 150\u00ab von IDE testen und benutzen durfte, um seine Speicherflaschen f\u00fcr das Helmtauchger\u00e4t zu f\u00fcllen. Aber der Reihe nach. Erster Eindruck Der Kompressor in der benzinbetriebenen Version erreichte uns in einer h\u00f6lzernen Transportbox. F\u00fcr wirklich \u00bbfitte\u00ab K\u00e4ufer ist die Kiste mit ihren knapp 60 Kilogramm tragbar, zu empfehlen ist das aber nicht. Ausgepackt kommt der \u00bbNautic Pro 150\u00ab in unserer Benzin-Motor-Version auf 48 Kilogramm, in den Elektro-Varianten auf maximal 52 Kilogramm. Wenn auch anstrengend, ist es dennoch machbar, das Ger\u00e4t im Alleingang von A nach B zu tragen. Optisch ist der erste Eindruck hinsichtlich Verarbeitung und Material-Qualit\u00e4t gut. In unserem Lieferumfang enthalten waren: Werkzeug, die Bedienungsanleitung f\u00fcr den Honda- Benziner und den Kompressorblock, eine Filterpatrone, die erste \u00d6lf\u00fcllung samt \u00d6l und \u00d6lf\u00fclltrichter f\u00fcr den ersten \u00d6lwechsel und ein DIN\/INT-Adapter, das Aufsteckrohr f\u00fcr die Luftansaugung und nat\u00fcrlich der F\u00fcllschlauch samt Fini. Im Einsatz Vor dem ersten Einsatz steht die Montage der Filterpatrone (Typ: VM 103 00 100H) auf der To-Do-Liste. Das daf\u00fcr notwendige Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Der Filterpatronen-Wechsel sollte laut Hersteller nach 25 Betriebsstunden (bei 20 Grad Celsius) erfolgen. Daher ist es sinn- voll, sich schon mal ein kleines Notizbuch zum Kompressor anzulegen, um die F\u00fcllzeiten und Mengen zu notieren. Alternativ gibt es f\u00fcr 355 Euro eine digitale Betriebs- und Filter\u00fcberwachung zum Nachr\u00fcsten. Kurz noch den \u00d6lstand gepr\u00fcft. Hier gibt der Hersteller einen ersten \u00d6lwechsel nach 50 Betriebsstunden und dann alle zwei Jahre vor. F\u00fcr unser Modell war nat\u00fcrlich noch Benzin (drei Liter) n\u00f6tig. F\u00fcr den Honda-Motor (GP200) mit 5,58 PS gibt es optional einen separaten Betriebsstundenz\u00e4hler mit Drehzahlmesser (zirka 150 Euro). Zuletzt erfolgt das Anbringen des Verl\u00e4ngerungsrohrs f\u00fcr den Ansaugfilter. Nach allen Vorbereitungen geht es ans erste F\u00fcllen. Hierf\u00fcr wird das F\u00fcllventil an der Flasche montiert. Bei den F\u00fcllventilen kann man sich entsprechend der Kompressor- Version f\u00fcr die 200- oder 300-bar-Version entscheiden. Zudem ist auch die Montage eines zweiten F\u00fcllschlauchs umsetzbar. Unsere Zw\u00f6lf-Liter-200-bar-Flasche schlie\u00dfen wir am Ventil an und \u00f6ffnen die Flasche. Benzin-Motor auf \u00bbON\u00ab stellen, Drehzahl-Regler auf volle Leistung stellen, Benzin-Hahn auf, Seilzug ziehen. Und sie- he da! Es funktioniert. Nicht wirklich leise (laut Hersteller 95 db) tuckern Kompressor und Benziner vor sich hin. Wer wie ich mit dem Gedanken spielt, an einem Sonntag noch schnell die Flaschen f\u00fcr einen Sonn- tags-Tauchgang zu f\u00fcllen, sollte das entweder am Tauchplatz machen oder aber auf die L\u00e4rm-Toleranz der Nachbarn hoffen. Zeit gestoppt \u2013 haben wir beim Bef\u00fcllvorgang. Und, oh Wunder, der Hersteller hat gelogen! Tats\u00e4chlich liefert der Nautic Pro 150 laut unserer Messung 152 Liter pro Mi- nute. Das sind satte 8,6 Prozent mehr (!). Voraussetzung: Man gibt der Maschine den Anlaufdruck von 200 bar und \u00f6ffnet dann das Flaschenventil. Ist der Maximaldruck erreicht, in unserem Fall 225 bar, schaltet eine Automatik das gesamte Ger\u00e4t ab. Die Flasche wird geschlossen, das F\u00fcllventil am Finimeter entl\u00fcftet. Dann werden alle Ent-Kondensabscheider am Filter ge\u00f6ffnet. Ein Hinweis auf dem Filtergeh\u00e4use sagt, dass das Kondenswasser-Ventil alle 15 Minuten ge\u00f6ffnet werden muss. Somit eigentlich nach jeder Komplett-Flaschenf\u00fcllung.Vorsicht: Das Kondenswasser spritzt heraus. Vergisst man die Entl\u00fcftung, macht sich das Ger\u00e4t bei der n\u00e4chsten Inbetriebnahme bemerkbar \u2013 es springt nicht an. Nochmals ist Vorsicht geboten, da die erreichte Betriebstemperatur einige Bauteile zu unr\u00fchrbaren erhitzt hat. Feedback und Verbesserungen \u00bbMan wird schnell betriebsblind\u00ab, so der Hersteller-Kommentar zu einigen kleinen Punkten, die uns in der Praxis auffielen. Zum einen der angesprochene Punkt mit der \u00bbHitze\u00ab. Das fiel uns in dem Moment auf, als das Ger\u00e4t kurz nach Gebrauch wie- der verstaut werden sollte. Grund f\u00fcr den unangenehmen Kontakt: Unsere Ger\u00e4te- Version hatte noch Ger\u00e4teb\u00fcgel, die zu nah an den Funktionseinheiten verbaut waren. Die neuen Modelle haben dieses Manko nicht mehr. Hier wurden die Abst\u00e4nde zwi- schen B\u00fcgel und Geh\u00e4use so erweitert, dass man problemlos auch an nicht so \u00bbhei\u00dfen Stellen\u00ab beherzt zugreifen und das Ger\u00e4t transportieren kann. Auch beim Entl\u00fcften der 2. Stufe war das Ventil ung\u00fcnstig nach unten gerichtet verbaut. Wurde ge\u00e4ndert. Nun steht nur noch ein Punkt aus, der et- was schwieriger zu l\u00f6sen ist, und den auch andere mobile Kompressoren unseres Wis- sens nach als Manko auf der Liste stehen haben: Das aufsteckbare Ansaugrohr ist materialbedingt etwas anf\u00e4llig (Plastik), und Filter als auch Rohr weisen keinen Regenschutz auf. In unserem Fall kam der Kompressor gerade bei den Unterwasser- Arbeiten auch bei Schlechtwetter zum Einsatz. Wasser lief ins Rohr und sorgte daf\u00fcr, dass der Luftfilter nass wurde. Aber das war es dann auch schon, was uns nach unserem Testlauf als \u00bbnegative Kleinigkeit\u00ab auffiel. Nachgerechnet Kommen wir zum zweitwichtigsten Punkt: dem Preis. Der liegt f\u00fcr unsere Benzin- Version mit 3450 Euro (plus MwSt.) im \u00bbangenehmen Rahmen\u00ab und d\u00fcrfte f\u00fcr die 140-Liter-Luft-Lieferleistung und die F\u00fcnf-Jahre-Vollgarantie einen vorderen Rang beim Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis im direkten Marktvergleich einnehmen. Aber lohnt sich als \u00bbPrivatmann\u00ab eine derartige Anschaffung? Rechnen wir kurz nach. Heu- te kostet die Flaschenf\u00fcllung im Shop zwischen 50 und 70 Cent pro Liter Flaschenvolumen (200 bar-F\u00fclliung). So kommt man mit 60 Cent gerechnet bei einer Zw\u00f6lf- Liter-Flasche auf mindestens 7 Euro im Schnitt, aber auch gern auf 9 bis 12 Euro. F\u00fcr unseren Benziner kommen neben den reinen Ger\u00e4tekosten noch hinzu: Filterpat- rone (30 Euro\/25 h entsprechen 2 Cent pro Betriebsminute mal maximal 15 Minuten pro Flaschenf\u00fcllung) 30 Cent, Verbrauch (0,03 Liter pro Minute mal 2 Euro pro Liter mal maximal 15 Minuten F\u00fcllzeit pro Fla- sche) 90 Cent. Vernachl\u00e4ssigen wir den \u00d6l- verbrauch, kommen wir auf reine Neben- kosten von 1,20 Euro pro Flaschenf\u00fcllung. Setzen wir also hoch an und berechnen 9 Euro pro Flaschenf\u00fcllung, amortisiert sich der reine Anschaffungspreis ab 460 F\u00fcl- lungen (Nebenkosten pro F\u00fcllung nicht einberechnet). Teilen wir das aufgrund des Buddysystems durch zwei, kommt man als Ganzjahrestaucher-Buddyteam nach 230 gemeinsamen Tauchg\u00e4ngen an dem Punkt an, wo die Flaschenf\u00fcllung nur die Neben- kosten ausmacht (plus f\u00fcnfmaliger Filter- wechsel). Wenn man es sich sch\u00f6nrechnen will. Das alles geht noch ein paar Euro g\u00fcnstiger: Schwenkt man auf die 140-Liter- Elektromotor-Version um, kostet das Ger\u00e4t nur 3190 Euro und senkt somit die Betriebs- als auch Nebenkosten nochmals. Fazit Der Inbegriff taucherischer Freiheit ist ein mobiler Kompressor aus unserer Sicht in je- dem Fall. Immer und \u00fcberall einsetzbar (Benzin-Version), leicht zu transportieren und leistungsstark genug, um in der Ober- fl\u00e4chenpause den Atemgasvorrat wieder aufzuf\u00fcllen, geht mit so einem Teil der Traum von Unabh\u00e4ngigkeit ein St\u00fcck weit in Erf\u00fcllung. In diesem Fall hat der Nautic Pro 150 nicht entt\u00e4uscht. Respekt an den Hersteller, der unsere kleinen Kritikpunkte gleich ernstgenommen und ausgebessert hat. Ab jetzt tuckert das Testmodell bei den Berufstauchern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3755\" src=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/001.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"146\" title=\"\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3756\" src=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/002.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"259\" title=\"\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3757\" src=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/003.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"259\" title=\"\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3758\" src=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/004.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"146\" title=\"\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3759\" src=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/005.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"257\" title=\"\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3760\" src=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/006.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"259\" title=\"\"><\/p>\n<p>Testbericht von Alexander Kassler, Chefredakteur der Zeitschrift \u201eTauchen\u201c Ausgabe Nr.:3\/24.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/bavaria-kompressoren.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Tauchen_56-58-Bericht-IDE.pdf\">Tauchen_56-58-Bericht-IDE<\/a><\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u2026 erkauft man sich als Taucher, wenn man sich einen mobilen Atemluftkompressor zulegt. 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